Heilende Lebenskunst



Heilende Lebenskunst ist ein Verband von Künstler/innen und Kunst-Therapeuten/innen, die mit kreativen Mitteln heilsam bewußtseinsfördernde Prozesse anregen. Künstlerische Tätigkeiten, wie Zeichnen Malen Modellieren Schreiben Singen Tanzen Körpersprache dienen dazu unserem vielfach unbewussten Innenleben seinen überraschend differenzierten Ausdruck zu gewähren. Im Vorgang des Gestaltens eröffnet sich unsere innere Natur in ihrer Wahrhaftigkeit. Dies ist Quelle für unsere Lebenskraft und -freude. Es entströmt ihr eine Qualität der Heilung und vertieften Bewältigung unseres Lebensstoffes.


Malen aus dem Inneren, dem Unbewussten, gibt dir die Chance, dich mit dir selbst überraschen zu lassen. Es ist ein sehr konkreter Weg dir näher zu kommen. Es fördert eine lebendige und klare Wahrnehmung und du lernst die einzigartige Sprache deiner Seele zu verstehen.

Ob ein Thema bewusst oder unbewusst begonnen wird ist gleich – im Malvorgang geschieht das Wesentliche, die richtige Fassung wird dafür gefunden.

Malen aus dem Inneren verlangt keine Vorbedingung des Könnens, sondern nur genügend Neugierde und Bereitschaft zu beginnen. Die Farben, sobald du sie wahrnimmst und zu ihnen greifst, steigern unwillkürlich deine Aufmerksamkeit und deine Lust auszuprobieren und dich einzulassen.

Der äußere Zugang kann ganz verschieden sein: Themenbezogen oder nicht, in Krisen als Begleitung, bei Entscheidungsfragen als Hilfe oder auf der Suche nach neuer Lebensgestaltung, zur Vertiefung des Lebensgefühls, zum Verständnis von Träumen – auf jeden Fall ist in jedem Punkt deine ganze Natur dabei tätig und dies wird im Nachhinein immer als sehr befriedigend empfunden.

Im Malvorgang geschieht das Eigentliche von Selbst. Die interpretierende Seite in uns tritt zurück und eine andere Bezugnahme tritt dafür ein. Schon in der Aufregung vielleicht eine „schreckliche“ Farbe wählen zu müssen oder einem Chaos gegenüber zu stehen sind wir trotzdem immer animiert weiter zu malen, bis es in eine Balance kommt, die uns spürbar erleichtert. Darin wacht ein neues Bewusstsein auf, welches Kraft und Vertrauen schenkt, denn diese Bilder sind nicht nur Bilder, sondern berühren ohne Worte eine Wirklichkeit in uns.

Im Malvorgang geschieht das Eigentliche von Selbst. Die interpretierende Seite in uns tritt zurück und eine andere Bezugnahme tritt dafür ein. Schon in der Aufregung vielleicht eine „schreckliche“ Farbe wählen zu müssen oder einem Chaos gegenüber zu stehen sind wir trotzdem immer animiert weiter zu malen, bis es in eine Balance kommt, die uns spürbar erleichtert. Darin wacht ein neues Bewusstsein auf, welches Kraft und Vertrauen schenkt, denn diese Bilder sind nicht nur Bilder, sondern berühren ohne Worte eine Wirklichkeit in uns.


Kunsttherapie bietet Rahmen, Zeit und Raum für schöpferischen, lebensgestaltenden Ausdruck. Der Kunsttherapeut begleitet und unterstützt diese Vorgänge, die immer innere Prozesse widerspiegeln. In seinem aktiven, bedingungsloses Ja zum Du des Klienten und durch sein empathisches Mitschwingen mit ihm öffnet er einen Raum der Begegnung, in dem persönliche Entwicklung geschehen kann.

In diesem Beziehungsraum, wächst die Lebensbewegung, das heißt, die schöpferische Kraft, die uns in unserer Lebensbestimmung führt, entfaltet sich und drückt sich im kreativen Prozess und in der Gestaltung aus.

Die bildhafte Ausformung ist authentischer Ausdruck des Menschen in diesem Moment. Sie ist zugleich konkrete, sinnliche Erfahrung, die leibhaft spürbar wird.

Seine Gestaltung bietet dem Menschen Einsichten in Bedingungen und Möglichkeiten seines Lebens. In der Begleitung nimmt der Therapeut als Zeuge Anteil an den Gestaltungen und schöpferischen Prozessen; er legt Zeugnis davon ab, hilft dem Gestaltenden Vorgänge zu reflektieren und Entwicklungsschritte im Bewusstsein zu verankern.

So erkennt der Mensch sein Potential. Er findet Kraft und Möglichkeiten, sein Leben in der Beziehung zu sich und zu anderen Menschen zu gestalten. Es gelingt ihm, entsprechend dem eigenen, besonderen Wesen und seinen Lebensaufgaben zu wachsen.

Grundlage der Phronetischen Kunsttherapie®, wie sie an der Wiener Schule gelehrt wird, ist die Annahme, dass jeder Gestaltung ein Energieimpuls auf feinstofflicher Ebene vorangeht. Das Energiefeld zwischen Klient und Therapeut verstärkt schöpferische Prozesse und macht sie leichter wahrnehmbar. Die Gestaltung beginnt auf einer nicht materiellen Ebene, zu der der Therapeut durch seine aktiv zugewandte Haltung Zugang hat. Daher ahnt er manche Impulse voraus, die dem Klienten erst später bewusst werden. Die Erfahrung des empathischen Mitschwingens mit dem Klienten ist Basis der phronetischen Arbeit. Der Begriff Phronetik® leitet sich ab vom altgriechischen „Phronesis", das bedeutet tiefe Einsichtnahme und war ursprünglich eine philosophische Haltung und Zielsetzung der Neuplatoniker. Phronetik steht für die Theorie und Methodik einer therapeutischen Begleitung, die es dem Menschen ermöglicht, mit den eigenen heilsamen Kräften in schöpferischen Kontakt zu kommen. Sie steht aber auch für eine Lebenshaltung und ein Menschenbild, die den Menschen in seiner jeweils spezifischen Wesenheit annehmen, jener Wesenheit, die ihm mit seiner Zeugung gegeben ist, die sich jedoch in den Bedingungen der individuellen Existenz erst ausformen muss. Der Mensch muss erst zu dem werden, der er im Kern seines Wesens schon ist. In der phronetischen Kunsttherapie kommen verschiedene Methoden zur Anwendung: 

- Die Primäre Prozessarbeit ist Arbeit mit Tonerde bei geschlossenen Augen. Aus dem Unbewussten aufsteigende Impulse werden am Ton unmittelbar ausgedrückt und setzen einen heilsamen Prozess in Gang, der leiblich erfahren wird und auch vom Ich erfasst werden kann.
- Primäre Objektarbeit ist Malen und Gestalten als Ausdruck und neue Perspektive eines Themas. Hier wird die Gestaltwerdung stärker vom Ich kontrolliert.
- Die systemische Methode der Strukturalen Prozessarbeit befasst sich mit alten Verhaltensmustern und der eigenen Stellung in Systemen.

Die Qualität des therapeutischen Feldes wird immer durch die Individualitäten von Therapeut und Klient bestimmt. Dieses Energiefeld ermöglicht erst ein wirksam Werden der Gestaltung. Das heißt, die aus dem Wesen und dem gemeinsamen Grund aufsteigenden Lebensbewegungen wirken heilend, erhalten sichtbare Form und letztlich finden sie gelebten Ausdruck im Alltag. Kunsttherapie ist also eine energetische Arbeit, eine schöpferische Arbeit und gleichzeitig eine sehr praktische Arbeit. Auch für den Therapeuten gilt, die spezifisch eigene Energie zu spüren, zu heben und auszugestalten. Nur so wird er zum Instrument der Wahrnehmung. Sein Blickwinkel ist: Was möchte hier aufsteigen? Der liebende Blick auf den Klienten und auch auf sich selbst schafft Verbindung. Er bleibt nicht auf der kognitiven Ebene in analytischer Distanz stehen, er bezieht alles mit ein. So wird der Therapeut zum Spürgefäß für die Gefühle und Impulse des Klienten.

Kunsttherapie arbeitet, anders als Psychotherapie, auf einer nonverbalen Ebene. Symbole und sinnlich erfassbare Qualitäten vermitteln Botschaften, die auf eine mehr ganzheitliche Weise aufgenommen und verarbeitet werden. Man kommt so in tiefere Schichten, ohne zuvor auf kognitiver Ebene zu analysieren und damit Distanz zu schaffen. Wahrnehmungen werden vernetzt und fügen sich später zu einem Bild zusammen.

Wesentlich für die Begleitung ist die therapeutische Beziehung, die in den Sitzungen kontinuierlich aufgebaut wird. Sie findet auf mehreren Ebenen gleichzeitig statt und beruht einerseits auf der individuellen Verschiedenheit der Partner und ihrer Rollenverteilung im Setting, andererseits auf deren grundsätzlichen Gleichheit als Menschen. Zwei Menschen begegnen einander und zugleich sich selbst in ihrer Ganzheit.

Nach Abschluss meiner Ausbildung an der Wiener Schule für Kunsttherapie biete ich seit einiger Zeit kunsttherapeutische Begleitung im ZGH Wien an.

Eine Kunsttherapie-Sitzung dauert 50 Minuten. Sie beginnt mit einem Vorgespräch, in dem man sich aufeinander einstimmt und in dem sich ein Thema herausstellt. Es folgt die Gestaltung, zumeist mit bildnerischen Medien (Papier, Farben, Stifte, Kreiden, Tonerde), die der Klient frei wählen kann. Danach folgt nochmals ein kurzes Gespräch, in dem der abgelaufene Prozess reflektiert wird und die Gestaltung vom Klienten benannt wird, um sie im Bewusstsein zu verankern.

Kunsttherapie:
Freies Malen und Gestalten sowie prozesshafte Arbeit mit Tonerde wecken die tiefe Verbundenheit mit dem Leben. Die dadurch angeregten Entwicklungsprozesse begleite und unterstütze ich auf einfühlsame Weise.
Einzeltherapie dienstags und donnerstags nach Vereinbarung
Mag. Jakob Werner, Tel: 0650 302 10 97, jfjwerner@yahoo.de